INTAL tritt geschlossen zurück!

Nachdem bereits im Vorfeld der Bildung eines „AStA der studentischen Einheit“ die Konfliktlinien zwischen den entschieden politischen und den „neutralen“ oder gänzlich unpolitischen Fraktionen offen zutage traten, war es nur eine Frage der Zeit, bis die latenten Spannungen sich in konkreten Streitfragen entladen. Beispielsweise wurde der Versuch, eine kritische Debatte über die vom Coca Cola-Konzern begangenen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu initiieren entweder niedergehalten oder gar vollends der Lächerlichkeit preisgegeben. Wichtiger als politische Bildungsarbeit scheinen „Marketing“ und „Corporate Design“ zu sein. Man stellt zwar fest, der AStA müsse in der Studierendenschaft präsenter sein aber es werden darüber hinaus keine klaren Ziele formuliert wozu eine bessere Präsenz genutzt werden könnte. Damit mehr Studierende sich ihre Zeugniskopien stempeln lassen oder damit die Parties zu Semesterbeginn noch besser besucht werden? Darin scheinen sich nämlich die Aufgaben des AStA für einige seiner Mitglieder schon zu erschöpfen.

Der INTAL war von Beginn an bewußt, dass sie sich nicht an einem linken AStA beteiligt, sah sich jedoch in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich eine Katastrophe wie die des RCDS-geführten AStA nicht wiederholt und politische Bildungsarbeit wieder zur Kernaufgabe des AStA wird. Ein AStA jedoch, der in seiner Mehrheit Prioritäten setzt bei reiner Verwaltungsarbeit und Selbstdarstellung und politischer Arbeit stets Mißtrauen entgegenbringt, ist einer, der sich prinzipiell nicht von einem RCDS-AStA unterscheidet und ein AStA an dem die INTAL sich nicht beteiligen möchte. Die der INTAL angehörenden Referenten, namentlich Serhat Aydemir, Dominic Kleinebenne und Jason Whichelo, erklären daher ihren Rücktritt aus dem AStA.