Ein geteilter AStA

Die im einstigen „AStA der studentischen Einheit“ bereits lange schwelenden Konflikte zwischen einzelnen Fraktionen und Personen erreichten auf der StuPa-Sitzung des gestrigen Abends einen Höhepunkt, als die Wahl eines neuen Mitglieds des AStA-Vorsitzes auf der Tagesordnung stand. Zur Wahl standen, wie bereits im Vorfeld bekannt, Ayse Yavuz (Jusos), Sven Metz (LHG), und Josua Schneider („Odeon/Campusbash“). Ebenfalls angekündigt wurde durch Serhat Aydemir die Kandidatur Dominic Kleinebennes (beide INTAL), die jedoch eher als symbolisch betrachtet werden kann. Erscheint bereits die Vorstellung seltsam, dass aus den Reihen der Koalition drei Kandidaten zur Wahl antraten und demgegenüber nur ein chancenloser symbolischer Oppositionskandidat, wirken die folgenden Vorgänge geradezu grotesk.

Nachdem die Vertreter des RCDS, der Gruppierung „Odeon/Campusbash“ und der Partei „Die PARTEI“ infolge einiger Absprachen und Rechnereien feststellten, dass der von ihnen unterstützte Josua Schneider nicht die erforderliche Mehrheit bekommen wird, verließen diese geschlossen die Sitzung und machten sie damit beschlußunfähig, um so zu erreichen, dass auch für keinen der anderen Kandidaten eine Mehrheit zustande kommen kann. Es lag also die Situation vor, dass drei der Koalitionsfraktionen jeweils einen eigenen Kandidaten zur Wahl stellten, von denen einer, namentlich der Kandidat der unpolitischen Partytruppe, kurioserweise sogar von zwei Oppositionsfraktionen unterstützt wurde. Ist es angesichts dieses heillosen Durcheinanders und der Kungelei einzelner Fraktionen mit der Opposition gegen andere Fraktionen der Koalition nicht allzu berechtigt, zu fragen, wohin der Weg dieses AStA noch führen wird? Ist es nicht endgültig Zeit, sich das Scheitern des Konzeptes eines „AStA der studentischen Einheit“ oder wie auch immer man ihn nennen mag, einzugestehen? Denn eines ist sicher: Ein in sich geteilter AStA kann nicht bestehen. Ich bin überzeugt, dass dieser AStA es auf Dauer nicht aushält, wenn eine Hälfte unpolitisch ist und die andere politisch.


2 Antworten auf „Ein geteilter AStA“


  1. 1 Feliks G. Bokser 14. Februar 2013 um 22:33 Uhr

    Ist es nicht viel eher offnsichtlich, dass das überkommene Politiesieren wohl nun endgültig überkommen ist??????????????????????????????????????

  2. 2 Hans-Peter Hofteholder 14. Februar 2013 um 22:37 Uhr

    Dominic Kleinebenne ist der richtige Kandidat, um zur Produktivität zurückzukehren! Es ist eine Bewegung, die gehört werden sollte!

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