Internationale Antikapitalistische Linke (INTAL) http://intal.blogsport.de Eine politische Hochschulgruppe an der Bergischen Universität. Tue, 16 Apr 2013 18:50:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wer ist Extremist und was ist das überhaupt? http://intal.blogsport.de/2013/04/16/wer-ist-extremist-und-was-ist-das-ueberhaupt/ http://intal.blogsport.de/2013/04/16/wer-ist-extremist-und-was-ist-das-ueberhaupt/#comments Tue, 16 Apr 2013 18:50:06 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2013/04/16/wer-ist-extremist-und-was-ist-das-ueberhaupt/ Zu Beginn des Monats wurde von der Grünen Jugend und der Linksjugend [’solid] die Kampagne „Ich bin linksextrem“ ins Leben gerufen, welche, wie zu erwarten war, kontrovers aufgenommen wurde und sogar zu einer wenig einfallsreichen Gegenkampagne der JuLis unter dem Titel „Ich bin demokratisch“ führte. Doch was sind eigentlich die genauen Ziele dieser Kampagne?

Vordergründig handelt es sich um eine ironische Auseinandersetzung mit dem unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten fragwürdigen, aber für die politische Agitation vor allem bürgerlicher Vertreter ungemein nützlichen Begriff des „Extremismus“. Nützlich ist er vor allem deshalb, weil unter ihm verschiedenste politische Strömungen zusammengefasst werden, deren einzige Gemeinsamkeit die ist, dass sie in irgendeiner Form in Opposition zum bürgerlichen Staat und/oder zur kapitalistischen Produktionsweise stehen. Dabei spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, ob es sich konkret um reaktionäre, antimoderne Strömungen handelt, die hinter die Errungenschaften der bürgerlichen Revolutionen zurück wollen, gar um Faschisten, oder um Menschen mit dem zutiefst humanistischen Anliegen, eine Welt zu ermöglichen, in der Hunger, Ausbeutung, Rassismus und derlei Übel endgültig der Vergangenheit angehören. Dabei spricht der Begriff auch Affekte an, die dem Alltagsverstand als vollkommen logisch und nachvollziehbar erscheinen. Das „Extreme“, also Äußere, gilt es zu vermeiden, die sprichwörtliche „goldene Mitte“ gilt als erstrebenswert, eine Denkfigur, die bis zur aristotelischen Ethik der Mäßigung, des nicht zu viel und nicht zu wenig, zurückreicht. Wenn diese unreflektiert auf die politische Landschaft übertragen wird, stellt sich auch nicht die Frage, wer darin einen Mittelpunkt definiert, nach welchen Kriterien und mit welcher Legitimation. Wäre es da nicht ebenso berechtigt, den Kommunismus als die Mitte festzulegen und den Kapitalismus als extrem?

Schaut man sich konkrete Stellungnahmen auf der Kampagnenseite an, kann man allerdings eine Überraschung erleben. Es dominieren Positionierungen gegen Nationalismus, Sexismus, Rassismus etc. und für Pazifismus, soziale Gerechtigkeit oder dergleichen, allesamt selbst aus der Perspektive der Extremismustheoretiker keine ultrarevolutionären Forderungen sondern auch schon bei wohlmeinenden linksliberalen Menschenfreunden politische Mindeststandards, wobei einige Äußerungen auch gar nicht einer Richtung zugeordnet werden können oder je nach Kontext einen völlig anderen Gehalt haben. Der meist wohlklingende Begriff des Pazifismus wäre z.B., verstanden als „Appeasement“ und als Nichteinmischung, im Angesicht von Auschwitz und den zahllosen Verbrechen Nazideutschlands geäußert, geradezu menschenverachtend geworden.

Bleibt also festzustellen, dass die Kampagne nicht vom Marxismus oder anderen revolutionären Strömungen geprägt ist sondern eher von einem linksliberalen common sense, der mit dem Anspruch auftritt, seine Positionen müßten doch eigentlich jedermann einleuchten. Damit verbunden ist häufig auch eine Naivität, die der der JuLi-Gegenkampagne „Ich bin demokratisch“ in nichts nachsteht. Die medienwirksame Empörung bürgerlicher Jugendverbände wie der JuLis und der Jungen Union ist dennoch nachvollziehbar. Auch wenn die Kampagne selbst ihrem Verständnis nach nicht durchgehend „linksextremistisch“ sein dürfte, können sie natürlich nicht zulassen, dass der Begriff seine hegemoniale Wirkung verliert, wenn man nicht mehr bei seiner Nennung vor Schreck zusammenzuckt sondern ihn viel mehr der Lächerlichkeit preisgibt, indem man ihn mit beliebigen Inhalten füllt. In diesem Sinne kann man in der Kampagne sogar mehr sehen als einen Versuch der Grünen Jugend, das in linken Kreisen stark gelittene Image aufzupolieren und so für Jugendliche und junge Erwachsene in diesem Umfeld wieder attraktiver zu werden.

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Das Ende der Einheit http://intal.blogsport.de/2013/03/14/das-ende-der-einheit/ http://intal.blogsport.de/2013/03/14/das-ende-der-einheit/#comments Thu, 14 Mar 2013 14:56:57 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2013/03/14/das-ende-der-einheit/ Am gestrigen Abend ereignete sich im AStA der Bergischen Universität ein Drama, welches seit langem abzusehen war, von den meisten Beteiligten dennoch nicht erwartet wurde. In Form eines wie üblich nicht allzu ernsthaft vorgetragenen Antrages, welcher die Neuwahl des AStA vorsah und mindestens zwei Dutzend Personen, darunter hauptsächlich aktuelle und ehemalige Mitglieder des AStA, als Kandidaten benannte, wurde der amtierende AStA gestürzt und zwei Kandidaten, die als Einzige über eine Mehrheit verfügten, namentlich Sven Metz (LHG) und Josua Schneider („Odeon/Campusbash“), als neue Vorsitzende gewählt. Man mag darüber spekulieren, ob der Antragsteller Kai Schumann (Die PARTEI) ein gewiefter Ränkeschmied im Gewande des Hofnarren ist und dies bereits von langer Hand plante oder ob er die Dynamik der Situation selbst erst spät erkannte, fest steht jedoch, dass nicht ein intaktes Koalitionsgefüge durch einen schändlichen Verrat elendig zugrunde ging sondern lediglich ein bereits morsches Gebäude endgültig in sich zusammenbrach. Schon vor Wochen oder gar Monaten traten Risse zwischen Personen und Koalitionspartnern offen zutage, dennoch hielten die Jusos unbeirrt am Traum vom „AStA der studentischen Einheit“ fest, dessen Entstehung ihre ureigenste Initiative war. Vermutlich glaubten sie sogar daran, die Konflikte bis zur nächsten StuPa-Wahl unter den Teppich kehren zu können und bis zu diesem Zeitpunkt nach außen hin „business as usual“ vorzuspielen.

Die INTAL bedauert, dass sich nun wieder ein AStA unter einer rein bürgerlichen Führung konstituiert, dennoch sah sie sich dem ehemaligen AStA und den Jusos aufgrund der Vorgänge, die im vergangenen Jahr zum Ausscheiden der INTAL aus dem AStA führten, zu keinerlei Unterstützung verpflichtet. Die Jusos haben es versäumt, sich klar zu einer politischen und linken Hochschulpolitik zu bekennen und den Schaden, den der RCDS-AStA der Legislaturperiode 2011/12 angerichtet hat, zu beheben. Mehr noch, bis auf wenige Ausnahmen haben die Jusos und ihre in den bürgerlichen Hochschulgruppen zuweilen als „konservative Jusos“ gelobten AStA-Vorsitzenden sogar jeden Vorstoß der INTAL in diese Richtung abgeschmettert, um ihre Einheit mit den bürgerlichen und unpolitischen Fraktionen nicht zu gefährden. Doch all dies hat nichts geholfen, es hat sich wieder ereignet, was sich für die Jusos bzw. die SPD schon oft ereignet hat. Sozialdemokraten sind, so lange es gegen die Linken geht, für die Bürgerlichen ein gern gesehener Partner, doch sobald diese Gefahr nicht mehr akut ist, können sie keine Loyalität und keine Dankbarkeit mehr erwarten. Sie haben ihre Schuldigkeit getan.

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Weißer oder schwarzer Rauch? http://intal.blogsport.de/2013/03/12/weisser-oder-schwarzer-rauch/ http://intal.blogsport.de/2013/03/12/weisser-oder-schwarzer-rauch/#comments Tue, 12 Mar 2013 20:53:45 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2013/03/12/weisser-oder-schwarzer-rauch/ Nachdem im ersten Wahlgang kein Nachfolger für Marek Drulla im Amt des AStA-Vorsitzenden bestimmt werden konnte, tritt das Studierendenparlament am 13.3. erneut zur Wahl zusammen. Weder von der Außenwelt abgeschnitten, noch eingemauert, auch wenn sich Letzteres einige wünschen dürften, um die Beschlußfähigkeit des Gremiums sicherzustellen, treffen die Parlamentarier ihre Entscheidung. Als Favoriten gehandelt werden nach wie vor Ayse Yavuz (Jusos)und Sven Metz (LHG). Beobachter sind der Ansicht, dass darin ein Wunsch der Mehrheit nach Kontinuität zum Ausdruck kommt. Weder von Yavuz noch von Metz werden große Experimente oder tiefgreifende Neuerungen erwartet, lediglich in der Schwerpunktsetzung unterscheiden sich die beiden Favoriten. Während von Yavuz eine Stärkung des empathischen Elementes im Vorsitz erwartet wird, steht Metz im Ruf, ein nüchterner, gewissenhafter Verwalter ohne missionarischem Eifer zu sein. Gerade solche Eigenschaften scheinen viele der Wahlberechtigten hoch zu schätzen angesichts der nicht abreißenden Reihe von Querelen und Skandalen, durch die die Institution AStA seit langem geprägt zu sein scheint.

Neben diesen beiden Favoriten wurden auch andere Namen ins Gespräch gebracht, darunter Josua Schneider („Odeon/Campusbash“) und Dominic Kleinebenne (INTAL). Schneider machte bislang vor allem durch seine Beteiligung an der Organisation von AStA-Parties von sich reden, Kritiker lasten ihm jedoch an, dass sein Engagement in diesem Bereich alleine nicht für das Amt des Vorsitzenden qualifiziere. Eine Wahl Schneiders gilt daher als unwahrscheinlich. Kleinebenne gilt bei AStA-Experten als der politisch fortschrittlichste Parlamentarier, was ihn bei der Wahl jedoch nahezu chancenlos macht. Seine Ansichten zur Repolitisierung des AStA und sein Bekenntnis zum allgemeinpolitischen Mandat werden nur von einer Minderheit geteilt und für die bürokratischen Aufgaben, die das Amt mit sich bringt, gilt er als schlechte Wahl.

Wer unter den Parlamentariern wird sich also letztendlich durchsetzen und zum neuen Vorsitzenden werden? Diese Frage stellen sich nicht nur die Beteiligten sondern auch über 16000 Studierende, die das Ereignis zuhause vor den Bildschirmen, auf ihren Handys und vor Ort gebannt verfolgen.

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Ein geteilter AStA http://intal.blogsport.de/2013/02/14/ein-geteilter-asta/ http://intal.blogsport.de/2013/02/14/ein-geteilter-asta/#comments Thu, 14 Feb 2013 20:04:01 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2013/02/14/ein-geteilter-asta/ Die im einstigen „AStA der studentischen Einheit“ bereits lange schwelenden Konflikte zwischen einzelnen Fraktionen und Personen erreichten auf der StuPa-Sitzung des gestrigen Abends einen Höhepunkt, als die Wahl eines neuen Mitglieds des AStA-Vorsitzes auf der Tagesordnung stand. Zur Wahl standen, wie bereits im Vorfeld bekannt, Ayse Yavuz (Jusos), Sven Metz (LHG), und Josua Schneider („Odeon/Campusbash“). Ebenfalls angekündigt wurde durch Serhat Aydemir die Kandidatur Dominic Kleinebennes (beide INTAL), die jedoch eher als symbolisch betrachtet werden kann. Erscheint bereits die Vorstellung seltsam, dass aus den Reihen der Koalition drei Kandidaten zur Wahl antraten und demgegenüber nur ein chancenloser symbolischer Oppositionskandidat, wirken die folgenden Vorgänge geradezu grotesk.

Nachdem die Vertreter des RCDS, der Gruppierung „Odeon/Campusbash“ und der Partei „Die PARTEI“ infolge einiger Absprachen und Rechnereien feststellten, dass der von ihnen unterstützte Josua Schneider nicht die erforderliche Mehrheit bekommen wird, verließen diese geschlossen die Sitzung und machten sie damit beschlußunfähig, um so zu erreichen, dass auch für keinen der anderen Kandidaten eine Mehrheit zustande kommen kann. Es lag also die Situation vor, dass drei der Koalitionsfraktionen jeweils einen eigenen Kandidaten zur Wahl stellten, von denen einer, namentlich der Kandidat der unpolitischen Partytruppe, kurioserweise sogar von zwei Oppositionsfraktionen unterstützt wurde. Ist es angesichts dieses heillosen Durcheinanders und der Kungelei einzelner Fraktionen mit der Opposition gegen andere Fraktionen der Koalition nicht allzu berechtigt, zu fragen, wohin der Weg dieses AStA noch führen wird? Ist es nicht endgültig Zeit, sich das Scheitern des Konzeptes eines „AStA der studentischen Einheit“ oder wie auch immer man ihn nennen mag, einzugestehen? Denn eines ist sicher: Ein in sich geteilter AStA kann nicht bestehen. Ich bin überzeugt, dass dieser AStA es auf Dauer nicht aushält, wenn eine Hälfte unpolitisch ist und die andere politisch.

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INTAL tritt geschlossen zurück! http://intal.blogsport.de/2012/10/15/intal-tritt-geschlossen-zurueck/ http://intal.blogsport.de/2012/10/15/intal-tritt-geschlossen-zurueck/#comments Mon, 15 Oct 2012 21:29:57 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2012/10/15/intal-tritt-geschlossen-zurueck/ Nachdem bereits im Vorfeld der Bildung eines „AStA der studentischen Einheit“ die Konfliktlinien zwischen den entschieden politischen und den „neutralen“ oder gänzlich unpolitischen Fraktionen offen zutage traten, war es nur eine Frage der Zeit, bis die latenten Spannungen sich in konkreten Streitfragen entladen. Beispielsweise wurde der Versuch, eine kritische Debatte über die vom Coca Cola-Konzern begangenen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu initiieren entweder niedergehalten oder gar vollends der Lächerlichkeit preisgegeben. Wichtiger als politische Bildungsarbeit scheinen „Marketing“ und „Corporate Design“ zu sein. Man stellt zwar fest, der AStA müsse in der Studierendenschaft präsenter sein aber es werden darüber hinaus keine klaren Ziele formuliert wozu eine bessere Präsenz genutzt werden könnte. Damit mehr Studierende sich ihre Zeugniskopien stempeln lassen oder damit die Parties zu Semesterbeginn noch besser besucht werden? Darin scheinen sich nämlich die Aufgaben des AStA für einige seiner Mitglieder schon zu erschöpfen.

Der INTAL war von Beginn an bewußt, dass sie sich nicht an einem linken AStA beteiligt, sah sich jedoch in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich eine Katastrophe wie die des RCDS-geführten AStA nicht wiederholt und politische Bildungsarbeit wieder zur Kernaufgabe des AStA wird. Ein AStA jedoch, der in seiner Mehrheit Prioritäten setzt bei reiner Verwaltungsarbeit und Selbstdarstellung und politischer Arbeit stets Mißtrauen entgegenbringt, ist einer, der sich prinzipiell nicht von einem RCDS-AStA unterscheidet und ein AStA an dem die INTAL sich nicht beteiligen möchte. Die der INTAL angehörenden Referenten, namentlich Serhat Aydemir, Dominic Kleinebenne und Jason Whichelo, erklären daher ihren Rücktritt aus dem AStA.

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Neuer AStA gewählt! http://intal.blogsport.de/2012/08/02/neuer-asta-gewaehlt/ http://intal.blogsport.de/2012/08/02/neuer-asta-gewaehlt/#comments Thu, 02 Aug 2012 16:09:46 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2012/08/02/neuer-asta-gewaehlt/ Nach dem Eklat bei der Wahl des bürgerlichen AStA im vergangenen Jahr verlief die diesjährige Wahl relativ ruhig und ereignislos. Dies mag vor allem daran gelegen haben, dass diesmal weder ein rein bürgerlicher noch ein rein linker AStA gewählt wurde, sondern einer im dem alle politischen Richtungen vertreten sind, von Marxisten bis hin zu Konservativen. Der Begriff eines „AStA der studentischen Einheit“ machte die Runde.

Die INTAL ist mit dieser Konstellation alles andere als zufrieden und sieht in ihr ein großes internes Konfliktpotential. Angesichts der politischen Lage an der Bergischen Universität und der Möglichkeiten, die sich in der Tätigkeit als AStA-Referent ergeben, wäre es allerdings ein schwerwiegender Fehler, sich ein Dogma der Nichtbeteiligung zueigen zu machen. Wir wollen dafür sorgen, dass dieser AStA wieder ein politischer AStA wird. Wir wollen versuchen, politisches Bewußtsein zu schaffen in einer weitgehend entpolitisierten Studierendenschaft und so unseren Beitrag leisten zu tiefgreifenden politischen Veränderungen.

Der AStA in dieser Legislaturperiode wird sich folgendermaßen zusammensetzen:

AStA Vorsitz
Marek Drulla (Piraten), Heinrich Thiel (Juso), Daniel Todorovic (Juso)

Finanzreferentin
Julia Buschhorn (LHG)

Hochschulpolitik & politische Bildung
Malte Hermsen (Grüne), Dominic Kleinebenne
(INTAL), Simon Heimbach (Juso), Serhat Aydemir (INTAL), Sven Metz (LHG), Anna Rottke (RCDS)

Soziales & Information
Julia Wiedow (PARTEI), Ayse Yavuz (BTS), Daniel Schmitz (Piraten),

Kultur, Gebäude &Technik
Bakr Fadl (Odeon), Josua Schneider (Odeon), Wolf Reidemeister
(Odeon), Mehmet Fatih Demir (BTS), Martin Kappmeier (Juso)

Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Carsten Dahlmann (LHG), Canan Baskin (Juso), Laura Vormbrock
(Listenlos), Ricarda Maaß (Listenlos)

Mobilität & Ökologie
Jason Whichelo (INTAL), Andre Thiemermann (Juso), Jacques Patrick Dadjeu (Juso)

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Wie geht es weiter? http://intal.blogsport.de/2012/07/08/wie-geht-es-weiter/ http://intal.blogsport.de/2012/07/08/wie-geht-es-weiter/#comments Sun, 08 Jul 2012 01:28:04 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2012/07/08/wie-geht-es-weiter/ Die Ergebnisse der StuPa-Wahl 2012 liegen vor, die Gewinner und Verlierer stehen fest. Ein Gewinner der Wahl ist ohne Zweifel die INTAL, der es mit offener aber klarer weltanschaulicher Grundlage und konkreten hochschulpolitischen Forderungen gelang, zur federführenden Fraktion der konsequenten Linken an der Bergischen Universität zu werden und zwei Sitze im StuPa zu erreichen. Der große Sieger der Wahl ist jedoch die Juso-HSG, welche die Anzahl ihrer Sitze gegenüber dem Vorjahr verdoppelte und nun sechs Abgeordnete ins StuPa entsendet. RCDS und LHG, die Speerspitzen des bürgerlichen Lagers, mußten deutliche Verluste einstecken. Der RCDS nimmt nur noch fünf statt wie zuvor sieben Sitze ein, die LHG verschlechterte sich von drei auf zwei Sitze. Die Partytruppe „ODEON/Campusbash“, von der im Vorfeld die Mobilisierung großer, unpolitischer Wählermassen erwartet wurde, blieb hinter den Erwartungen zurück und kam ebenfalls auf zwei Sitze. Der Piraten-HSG gelang es nicht, vom Piratenboom bei den vergangenen Landtagswahlen zu profitieren und erreichte lediglich einen Sitz. Als Gründe werden u.a. mangelnde Wahlkampfpräsenz und ein zu wenig konkretes hochschulpolitisches Programm genannt.

Die diesjährige Wahl ist aus mehreren Gründen überraschender verlaufen als die des Vorjahres. Der von nicht Wenigen prognostizierte erdrutschartige Sieg der Gruppe „ODEON/Campusbash“ ist nicht eingetroffen, allein mit Parties und Freibier scheint man also doch keine Wahlen zu gewinnen. Mit Waffeln, mögen sie noch so gut schmecken, (danke für die Waffel, liebe LHG!) ebenfalls nicht. Überraschend ist besonders, dass die Verluste des RCDS nicht deutlicher ausfielen angesichts der in pseudorebellischer Manier auf dem gesamten Campus mit Sprühkreide angebrachten Graffiti. Es ist kaum anzunehmen, dass sich dezidiert konservative Wählerschichten davon mobilisieren ließen. Man würde den RCDS allerdings unterschätzen, glaubte man, er verließe sich in erster Linie auf konservative Stammwähler. Nicht erst unter der Ägide Nina Hartlmaiers, der politischen Erbin Sabrina Oesterwinds, wurde die Wahlkampfstrategie ausgegeben, möglichst unpolitische und, was die hochschulpolitischen Vorgänge betrifft, uninformierte Studierende auf dem Weg zur Mensa abzufangen und sie Jahr für Jahr mit leeren Versprechungen und Wahlgeschenken zu ködern. Dies nämlich ist die Hauptzielgruppe des RCDS, nicht der kleinbürgerliche, konservative Biedermann. Der große Sieg der Jusos war ebenfalls nicht unbedingt zu erwarten nach dem mauen Wahlkampf des vergangenen Jahres mit dem farblosen Spitzenkandidaten Mark Schroller. Als Architektin des Erfolges kann nicht zuletzt Canan Baskin gelten, die von 53 zur Wahl angetretenen Personen die mit Abstand meisten Stimmen erreichte, besonders im Fachbereich G, der aufgrund fachschaftlichen Engagements ihre unumstrittene Hausmacht sein dürfte.

Die entscheidende Frage die sich nun angesichts dieses Wahlausgangs stellt ist die, welche politischen Konstellationen sich daraus nun ergeben könnten. Erneut ein bürgerlicher AStA bestehend aus RCDS, LHG, BTS und ODEON/Campusbash oder ein von den Jusos geführter AStA? Bei letzterer Möglichkeit ist jedoch bislang nicht so klar, wie sie sich konkret gestalten wird.

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Die Wahlzeitung http://intal.blogsport.de/2012/06/20/die-wahlzeitung/ http://intal.blogsport.de/2012/06/20/die-wahlzeitung/#comments Tue, 19 Jun 2012 23:59:52 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2012/06/20/die-wahlzeitung/ Auch in diesem Jahr wurde, wie im Vorfeld der StuPa-Wahl üblich, eine Infozeitung herausgegeben, in der alle zur Wahl antretenden Gruppierungen die Möglichkeit haben, sich selbst und ihre Programmatik auf zwei Seiten vorzustellen. Wir haben uns die Vorstellungen der anderen Gruppen zu Gemüte geführt und möchten nun auch der interessierten Öffentlichkeit unsere Eindrücke mitteilen.

Beginnen wir mit dem RCDS, der versucht, mit Themen zu punkten, auf die er nur begrenzten Einfluß haben dürfte, namentlich die Einführung einer „Uni-Card“ und die Senkung der GEZ-Gebühren. Darüber hinaus zieht der RCDS Bilanz seiner AStA-Arbeit, die, wie sollte es anders sein im Wahlkampf, sehr positiv ausfällt. Als Verdienst rechnet der RCDS sich an, „hart gearbeitet“ und dafür gesorgt zu haben, dass „alle Studenten jederzeit einen Ansprechpartner“ hatten. Blanker Hohn, wenn man bedenkt, dass der AStA schon vor Ende der Legislaturperiode abgesetzt wurde, nicht zuletzt wegen mangelnden Arbeitseinsatzes auch der RCDS-Referenten und des AStA-Vorsitzenden Rainer Mucha (RCDS). Man hofft offensichtlich darauf, uninformierte Wähler wie im letzten Jahr mit einer umfangreichen Wahlkampfpräsenz und den üblichen Versprechungen ködern zu können.

Im Gegensatz dazu beginnt die Darstellung der LHG mit einem Hauch Selbstkritik, nämlich der Feststellung, dass die vergangene Legislaturperiode nicht besonders arbeitsreich gewesen sei. Dies wird jedoch sogleich mit einer Abgrenzung von den anderen Koalitionsfraktionen relativiert. Die LHG sei nämlich die Gruppe gewesen, die am meisten gearbeitet hätte, wodurch auch die Selbstdarstellung des RCDS als hart arbeitend deutlich konterkariert wird. Ansonsten arbeitet die LHG wieder mit ihrem Lieblingsbegriff, nämlich der „Vernunft“. Natürlich ohne weitere Erläuterungen, denn wer kann nur ernsthaft gegen eine Partei sein, die „Vernunft im AStA“ fordert?

Die Jusos verzichten diesmal auf Juxforderungen wie „Keine Klausuren an Karneval!“ und konzentrieren sich neben allgemeinen Positionierungen auf Forderungen zur Gestaltung der AStA-Ebene. Nach dem eher mauen Wahlkampf des vergangenen Jahres bleibt zudem abzuwarten ob die Jusos ihren Sangriaausschank wieder aufnehmen

Ungeachtet seiner vorzeitigen Absetzung als AStA-Vorsitzender zieht Kai Schumann mit der PARTEI das gewohnte Satireprogramm durch. Besonders bemerkenswert ist, dass Kai Schumann in Anlehnung an Friedrich II. von Preußen fordert , der AStA solle „erster Diener der Studierendenschaft“ sein. Hat er sich während seiner Amtszeit etwa auch in der Rolle eines absoluten Monarchen gesehen, den Parlamentsbeschlüsse nicht interessieren?

Der „Bund der türkischen Studierenden“ scheint Wert darauf zu legen, keiner Partei nahezustehen und besonders darauf, nicht allein die „türkischen“ Interessen zu vertreten. In diesem Fall muß man sich allerdings fragen, wieso man einen solchen Namen für seine Hochschulgruppe gewählt hat. Darüber hinaus hat der Beitrag des BTS neben der Vorstellung der Kandidaten und einiger nicht näher erklärter, schlagwortartig formulierter Forderungen nichts zu bieten.

Die Hochschulgruppe der Piratenpartei formuliert es gleich zu Beginn ihres Beitrages als Ziel, die Piratenpartei an der Hochschule bekannter zu machen. Dies versucht sie auch mit den klassischen Themen der Piratenpartei, nämlich Transparenz und Datenschutz umzusetzen. Die konkreten Forderungen betreffen allerdings zumeist die Hochschulpolitik selbst, besonders die Arbeit des StuPa und des AStA. Es mangelt hingegen an Forderungen, die die hochschulpolitisch nicht involvierten Studierenden betreffen.

Parties sind ein wichtiger Bestandteil des Campuslebens, aber was soll man großartig zu einer Gruppierung sagen, die sich in das höchste politische Gremium der Studierendenschaft wählen lassen will, allein mit dem Ziel, Parties zu organisieren? Wem weder an einer Repolitisierung der Studierendenschaft gelegen ist noch an der Vertretung sämtlicher Interessen der Studierenden abseits von Parties, der kann jedoch guten Gewissens seine Stimme der Gruppierung „ODEON/CampusBASH“ geben.

Der Schwerpunkt scheint in diesem Jahr auf unpolitischen und bürgerlichen Gruppen zu liegen, doch der Wahlausgang ist nach wie vor völlig offen. Es wird darauf ankommen, wem es gelingen wird, mit seinen Inhalten die Wähler sowohl zu überzeugen als auch zu mobilisieren.

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Wahlplakate der INTAL http://intal.blogsport.de/2012/06/16/wahlplakate-der-intal/ http://intal.blogsport.de/2012/06/16/wahlplakate-der-intal/#comments Sat, 16 Jun 2012 13:32:50 +0000 Administrator Allgemein http://intal.blogsport.de/2012/06/16/wahlplakate-der-intal/


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Wie Nina Hartlmaier, die Vorsitzende des RCDS, im Wahlkampf des vergangenen Jahres zutreffend feststellte, kann man nicht, wie sie sich ausdrückte, so clever sein, zu glauben, man könne als Einzelkämpfer gegen den RCDS antreten. Daher sind wir inhaltlich und personell breit aufgestellt, um eben dies zu tun. Für die INTAL treten folgende Kandidaten zur Wahl an:

1.) Dominic Kleinebenne (Geschichte/Philosophie/Latein)
2.) Caner Ayyildiz (Romanistik/Anglistik)
3.) Jason Whichelo (Geschichte/Anglistik)
4.) Serhat Aydemir (Anglistik/Sozialwissenschaften)
5.) Feliks Bokser (Geschichte/Germanistik)
6.) Tobias Kunze (Romanistik/Geschichte)

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